Vor ein paar Tagen verabschiedeten wir uns von unserem Laufstall und plötzlich klaffte eine unschöne Lücke im Wohnzimmer. Es war ungemütlich. Wir mussten dringend etwas umgestalten. Der Schaukelstuhl aus dem Wintergarten, der Wohnzimmerteppich und ein Spielzeugregal fanden einen neuen Platz und irgendwie blieb am Ende eine Ecke im Wintergarten frei: nackter Fliesenboden, gesäumt von Glaswänden, beheizt und abwischbar. Das mussten wir sofort ausnutzen, bevor irgendein Möbelstück vielleicht noch auf Ideen hätte kommen können. Vor uns lag das perfekte Parkett für einen Farbtanz.

Loading...

Ich stellte zwei Becher mit Fingerfarbe bereit. Kleine Löffel in den Farbtöpfchen ermöglichten, dass sich das Kunstkind selbst bedienen konnte. Dann schaltete ich nur noch unsere liebste Tanzmusik ein und überließ meiner Tochter das Feld, ohne eine Erklärung oder eine Demonstration meinerseits. Dies war auch nicht nötig. Das Kunstkind bemalte zunächst die Hände und Füße. Dann entdeckte es den dunklen Boden als Malgrund und schließlich wurden die Bewegungen immer größer und wilder, bis alle Farbe an Kind und Boden verteilt war. Durch die Musik beschränkte sich das Tun nicht nur auf das übliche Schmieren und Wischen. Laufen, Drehen, Hopsen, Rutschen, Stampfen und Klatschen mit der Farbe kamen dazu. Ich selbst konnte mich irgendwann nicht mehr zurückhalten und tanzte mit, ein Riesenspaß. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass es hinterher eine halbe Stunde gedauert hat, bis wir zwei Farbtänzer und der Wintergarten wieder sauber waren, aber das war es absolut wert.

farbtanz

Hinweis

Da die verwendeten Produkte im Artikel
empfohlen bzw. verlinkt sind, ist dieser
als Werbung zu betrachten.
Alle mit * gekennzeichneten Links führen
auf Partnerseiten (z.B. Amazon)