Vor einigen Wochen entdeckte meine Tochter beim Kuchenbacken das Kneten für sich. Eigentlich war gar nicht geplant, dass sie tatkräftig mithelfen sollte. Doch dieses Mal musste plötzlich jede einzelne Zimtschnecke noch einmal von zwei Kleinkinderhänden überarbeitet werden. Etwas genervt überließ ich meiner Tochter schließlich einen Teil des Teiges. Sie drückte und zog fast eine halbe Stunde interessiert daran herum. Mit gut 18 Monaten scheint sich bei Kleinkindern ein Fenster für das Kneten zu öffnen: Die motorischen Fähigkeiten ermöglichen nun ein erstes plastisches Gestalten. Die Kraft in den Händen ist groß genug, um deutliche Spuren zu hinterlassen. Gleichzeitig fördert das Kneten auch die Feinmotorik der Kinder. Die Handmuskulatur wird gekräftigt und unzählige haptische Sinneseindrücke regen zum gestalterischen Tun an. Eine Win-Win-Situation für Kleinkind und Knetmasse. Mir persönlich waren die handelsüblichen Produkte für das Kunstkind mit 18 Monaten noch nicht sicher genug. Gerade Unbekanntes landete bei uns noch immer regelmäßig im Mund. Da wollte ich einfach keine Chemie. Wir probierten also einige DIY- Rezepten aus. Die Massen wurden meist ganz ordentlich. Ehrlich gesagt, störte es mich aber gewaltig, immer wieder Lebensmittel zu Knete zu verarbeiten, die wir dann früher oder später wegwarfen. Warum also nicht Kneten und Essen verbinden?!? Die Idee für unsere „Dinkelknete“ aus Hefeteig mit Rosinen ist nicht nur ungiftig, sondern direkt zum Backen und Genießen gedacht. Du verschwendest keine Lebensmittel, es bleibt kein Müll – und das bei vollem Knetspaß für dich und dein Kleinkind. Leckere, bunte Rosinenbrötchen inklusive.

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Für unsere Knetaktivität bereiteten wir zunächst einen einfachen Hefeteig für Vollkorn-Rosinenbrötchen vor (Rezept auf dem Notizzettel). Dann färbten wir einen Teil des Teiges blau, einen anderen gelb ein. Das Kunstkind konnte es kaum erwarten, den Farbteig mit den bloßen Händen zu erkunden. Fasziniert drückte es mit den Fingern Löcher in die farbige Masse, zog den Teig lang und schlug die Dinkelknete mit Wucht auf den Tisch. Nach und nach vermischten sich die Farben immer mehr. Aus Blau und Gelb entstand eine wunderschöne, marmorierte Modelliermasse. Viel zu schade, zum Wegwerfen. Aber das musste ja zum Glück dieses Mal nicht sein. Wir formten bunte Kugeln, legten sie auf ein Backblech und freuten uns auf den Nachmittagskaffee.

Vollkornknete

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